15. Goethes Aufsuchen der Tiefen des Werdens und der Weltgeheimnisse in Seinem «Faust» Die Luziferische und die Ahrimanische Verführung
Und jetzt erst verstehen wir, wenn wir die Dinge so nehmen, was Goethe eigentlich meint, denn jetzt erst sind wir imstande, real den Prozeß zu fassen, der sich da abspielt. Es ist höchst interessant, zu verfolgen, wie Goethe durch die Notwendigkeit der Sache, ich möchte sagen, geführt worden ist, den Schluß seines «Faust» gerade so zu gestalten, wie er ihn gestaltet hat. Er hat sich wirklich von der Sache führen lassen, nicht von irgendeiner bloßen inneren Willkür, von der Sache hat er sich führen lassen. Bedenken Sie nur, er hat sich einmal aufgeschrieben, als die Sache noch nicht fertig war, als sie so reif war, daß er sie dichten konnte, in einem Schema, wie er diese Szene gestalten will. Da schreibt er sich auf:
Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/272/1916-09-11/p030.json
Cite:
Cite:
GA 272/1916-09-11/p030 · edition original