Faust und das Problem des Bösen
Nun kann man also sehen, daß Goethe seinen Faust nicht aus irgendeiner wesenlosen Abstraktion heraus dem Mephistopheles gegenüberstellt, sondern weil er den Repräsentanten der fünften nachatlantischen Zeit innerhalb der Menschheitsentwickelung hinstellen wollte. Aber aus dem andern Bestreben heraus, gewissermaßen innerhalb zweier Bewußtseinszustände lebendig zu vergleichen, erstand ihm die Notwendigkeit, den Faust nicht nur erleben zu lassen Verhältnisse, Begebenheiten des fünften nachatlantischen Zeitraums, sondern ihn zurückzuführen und seine Seele untertauchen zu lassen in den vierten nachatlantischen Zeitraum, damit auch dieser seinem Bewußtseinszustand das Gepräge gibt. Das geschieht dadurch, daß Faust mit der Helena zusammenkommt.
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GA 273/1917-11-03/p009 · edition original