Faust und das Problem des Bösen

GA 273/1917-11-03/p035 ·1917-11-03 · original (original)
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Ich habe zu wiederholten Malen von ganz andern Gesichtspunkten aus auf die Sache hingewiesen, einmal in meinem Buche «Vom Menschenrätsel», wo ich das Freiheitsproblem zusammenbrachte mit der Tatsache, daß im Bewußtsein vorgehen zunächst Spiegelbilder, Maja; dann in dem demnächst erscheinenden Aufsatz über Christiani Rosencreutz’ Chymische Hochzeit 1459, wo ich die Aufgabe der Täuschung für das Bewußtsein hervorgehoben habe. Diese Dinge können eigentlich jetzt zum ersten Male nur in der unmittelbaren Form gesagt werden. Aber diese Dinge gehören nicht einer abstrakten Theorie an, nicht irgendeiner abstrakten Phantastik, sondern der unmittelbaren Wirklichkeit. Und es ist wirklich wunderbar, wie Goethe in diese Dinge eingeweiht war. Dieser fünfte nachatlantische Zeitraum muß vieles aus der Illusion heraus schaffen. Goethe stellt den Menschen dieses Zeitraums in Faust dar. Als Faust in die große Welt eintritt, schafft er das Papiergeld, das charakteristisch ist für die ahrimanische Natur des Verkehrs im fünften nachatlantischen Zeitraum, dieses Papiergeld, welches nur der reale volkswirtschaftliche Beweis dafür ist, daß das Imaginäre, das Unreelle, das Illusorische im Verkehr darinnen waltet, seine Rolle spielt.

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