Statt Homunkulismus und Mephistophelismus: Goetheanismus

GA 273/1919-01-19/p012 ·1919-01-19 · original (original)
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Die beiden Grundempfindungen von den Grenzen im Denken und im Wollen kann man auch so bezeichnen, daß man sagt: Die eine Grenze macht einen aufmerksam darauf, wie man an sein eigenes Wesen nicht heran kann. — Ja, wir sind wirklich als Menschen so, daß wir auf der einen Seite an das eigene Menschenwesen nicht heran können, und wir kommen nicht bis zu uns selber mit unserem Denken. Im Wollen, da kommen wir bis zu uns selber, denn das Wollen geht wirklich von uns aus. Aber da erfaßt uns wiederum ein anderer, ein anderes Weltenwesen, da verlieren wir uns. Im Denken erreichen wir uns nicht, und im Wollen verlieren wir uns. Der Mensch ist einfach nach dem Prinzip dieses Dualismus als irdisches Wesen gestaltet, er ist ein duales Wesen, keine Monade, ein duales Wesen. Das eine Glied dieses dualistischen Wesens kann sich nicht erreichen, das andere Glied dieses dualistischen Wesens verliert sich.

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