Statt Homunkulismus und Mephistophelismus: Goetheanismus
Das ist nun gewissermaßen eine tiefere Bewußtseinsschicht. Dringen wir in sie ein, durchdringen wir unsere Empfindung mit ihr, lernen wir gewissermaßen die Sprache jener Bewußtseinsschicht verstehen, die aus den Regionen kommt, wo man fühlt, im Denken kann man sich nicht erreichen, im Wollen verliert man sich. Das Sich-nicht-erreichen-Können im Denken ist homunkelisch, das Sich-Verlieren im Wollen ist mephistophelisch. Empfindet man dies, dann steht man darinnen in so tiefen Szenen mit einer Sprache, die einem eben verständlich macht dasjenige, was in einer solchen Szene gegeben ist, wie die Szene ist vom Schluß der «Klassischen Walpurgisnacht».
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GA 273/1919-01-19/p042 · edition original