Erster Vortrag

GA 275/1914-12-28/p004 ·1914-12-28 · original (original)
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Das, was wir modernes Leben nennen, tritt ja denjenigen Menschen, welche, sagen wit, durch städtisches oder damit zusammenhängendes Leben entrissen sind dem unmittelbaren Zusammenhang mit der Natur, lebendig entgegen. Und wir wissen, daß die Menschen seit dem Heraufkommen dieses modernen Lebens sich immer Gedanken gemacht haben über die Bedeutung des modernen Lebens für den ganzen sowohl materiellen wie geistigen Kulturfortschritt der Menschheit. Nun soll sich hineinstellen in dieses moderne Leben dasjenige, was wir empfinden als die Impulse, die uns aus der Geisteswissenschaft kommen. Wir werden uns allmählich das Gefühl errungen haben, daß gegenüber manchem, was uns in diesem Leben entgegentritt, die Geisteswissenschaft notwendig ist wie eine Art Ausgleich von manchem, was das moderne Leben in sich enthält an Herabstimmendem, man könnte geradezu sagen Zerstörendem für die allgemeinen geistig-göttlichen Lebenskräfte des Menschen.

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