Erster Vortrag
Das ist ein grobes Beispiel. Die Sprache ist überall durchzogen von solcher Spiritualität, von einem solchen Glauben an die Geistigkeit. Und ein Gefühl wenigstens für diesen Zusammenhang mit der Geistigkeit durch die Sprache lag in der Natur der menschlichen Seele wirklich noch während des Ablaufs der vierten nachatlantischen Kulturperiode bis in die neuere Zeit, bis ins 15., 16. Jahrhundert hinein bei allen Völkern Europas. Wenn man nämlich dieses nicht merkt, dann hat man auch nicht das richtige Gefühl für den Beginn des Johannes-Evangeliums. Denn daß im Beginne des Johannes-Evangeliums der Satz steht: «Im Urbeginne war das Wort», dazu hat wirklich noch das Bewußtsein geführt, daß in dem, was das Wort ist in der ganzen menschlichen Organisation und im menschlichen Leben, ein Zusammenhang des Menschen, zunächst durch die elementarische Geistigkeit, mit der ganzen Welt, die hinter der Sinnenwelt liegt, gegeben ist.
Cite:
GA 275/1914-12-28/p034 · edition original