Erster Vortrag

GA 275/1914-12-28/p046 ·1914-12-28 · original (original)
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Überall muß ein Anfang gemacht werden. Wenn nun Menschen finden werden, daß manches unvollkommen ist an unserem Bau, dann dürfen sie versichert sein, daß diejenigen, die an diesem Bau beteiligt sind, noch viel, viel mehr unvollkommene Dinge finden werden als diejenigen, die kritisieren, wirklich viel mehr. Es sind Dinge auszusetzen daran, auf welche die, welche ihn bloß anschauen, gar nicht kommen. Aber darauf kommt es nicht an, sondern worauf es ankommt, das ist, daß mit allen Dingen, die geschehen müssen, ein Anfang gemacht wird. Nicht auf die Vollkommenheit, in der wir ausführen können das, was gewollt werden muß, kommt es an, sondern darauf, daß das, was hier ins Leben treten muß, wenn es auch noch so unvollkommen ins Leben treten muß, einmal getan wird, daß ein Anfang gemacht wird. Denn alles, was als ein Neues in die Welt eintritt, ist unvollkommen gegenüber dem, was als Altes fortbesteht. Das Alte lebt als höchste Stufe und das Neue ist noch in den Kinderschuhen. Das ist ganz selbstverständlich.

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