Zweiter Vortrag

GA 275/1914-12-29/p035 ·1914-12-29 · original (original)
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Wir sehen bei einer solchen Gelegenheit, wie in dem Augenblick, wo wir zurückgehen auf dasjenige, was durch atavistische Hellsehererkenntnis noch bis ins 11., 12. Jahrhundert herein lebte in den Gemütern, wie das verschwindet vor dem Hereinfluten der materialistischen Weltanschauung, wie es aus dem Bewußtsein der Menschen herauskommt. Jetzt aber leben wir in der Zeit, wo wir das durch geistige Erkenntnis wiederum finden müssen, es wiederum erschaffen müssen. Es ist wirklich so, wie wenn uns alles klar zeigen würde, daß die Entwickelung einen Abstieg durchgemacht hat, daß sie da gar so tief gegangen ist, daß ein Sumpf entstanden ist. Das schlammige Wasser dieses Sumpfes ist all dasjenige, was die materialistische Weltanschauung an Vorstellungen hervorgebracht hat. Und jetzt sind wir daran, uns wiederum aus dem materialistischen Sumpf herauszuarbeiten, heraufzusteigen und wiederum das zu finden, was die Menschheit im Herabsteigen verloren hat.

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