Zweiter Vortrag

GA 275/1914-12-29/p038 ·1914-12-29 · original (original)
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Wir können gerade, wenn wir uns so vertiefen in den Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen Kosmos, wie man das gewissermaßen kann unter der Anleitung der Künste, zu einem gewissen Leben bringen das, was sonst bloße Begriffsschablone bleibt. Aber merken Sie, daß die Dinge nicht Begriffsschablonen sind! Es macht gewissen Leuten eine solche Freude, wenn sie das, was da entwickelt ist in meinem Buche « Theosophie», so hintereinander anordnen können in einem Schema, und gewiß haben manche gemeint, es sei ein reiner Eigensinn, daß ich abgewichen bin in diesem Punkte hier, wo ich gegeben habe drei Dreigliedrigkeiten, aber so, daß sie ineinandergreifen, von dem, was in dem früheren theosophischen Betriebe gelernt wurde. Wenn man aber eingeht auf das, was man erlebt, auf die Realität der Sache, dann wird man schon aus der Natur der Dur- und Mollmelodie ersehen, daß die Dinge tief begründet sind in der ganzen Struktur des Kosmos. Nur dann, wenn die Dinge lebendig herausgeholt werden aus der ganzen Struktur des Kosmos, entsprechen sie einer wirklichen Realität.

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Cite: GA 275/1914-12-29/p038 · edition original