Dritter Vortrag

GA 275/1914-12-30/p013 ·1914-12-30 · original (original)
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Dann kommen wir in das Erdendasein hinein, worin wir leben als in unserer unmittelbaren Gegenwart, als in der uns angewiesenen Realität. Das ist nicht etwas, bei dem wir so, wie wir darinnen leben, das Bedürfnis haben, es künstlerisch unmittelbar vor uns hinzustellen. Dagegen ist das, was der Mensch als Bedürfnis empfindet, künstlerisch aus sich herauszustellen, nicht erschöpft damit, daß er in der Architektur, Skulptur und Malerei gleichsam seine kosmische Vergangenheit, wie es sein kann aus dem uns eingepflanzten Gedächtnis heraus, wiedererschaflt. Das künstlerische Bedürfnis geht weiter. Und wenn wir die geistige Grundlage dieses Weitergehens des künstlerischen Bedürfnisses suchen, so müssen wir sie in dem finden, was in der «Geheimwissenschaft» nach der Darstellung des Saturn-, Sonnen-, Mond- und Erdendaseins, und nachdem sich uns nur ganz skizzenhaft die weiteren Entwickelungsstufen des Jupiter-, Venus- und Vulkandaseins darstellen, weiter gegeben ist als eine Darstellung der Initiationsvorgänge, die im wesentlichen zunächst innere menschliche Vorgänge sind. Von diesen Initiationsvorgängen muß man sich vorstellen, daß sie, so wie sie uns heute entgegentreten, der Anfang sind zu wichtigen Umgestaltungen des menschlichen Erdenlebens, überhaupt des menschlichen zukünftigen Lebens. Ist es doch so, daß man gegenüber dem menschlichen Erdenleben fühlen kann, wenn man tiefer empfindet: Ach, dieses menschliche Erdenleben, wie es verläuft, insofern der Mensch bewußt ist, läßt den Menschen eigentlich erscheinen wie eine Waise im Kosmos, wie ein verlassenes Kind des Kosmos, man könnte auch sagen, wie ein verirrter Wanderer im Kosmos,

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