Dritter Vortrag

GA 275/1914-12-30/p014 ·1914-12-30 · original (original)
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Weiß doch der Mensch in seinem alltäglichen Bewußtsein, in seinem Wachzustande nicht, wie das gekommen ist, was durch das Saturndasein, durch das Sonnen- und Mondendasein entstanden ist, was in ihm lebt, und weiß er auch nicht, was aus ihm wird in dem, was Jupiter-, Venus- und Vulkanzustand sein wird. Ohne seinen Ursprung, ohne seine Zukunft zu kennen, irrt der Mensch hin am Abgrund des Erdentales. Er mag manchmal sich fest fühlen durch sein Bewußtsein und auch sicher sein wegen seiner Zukunft, aber gegenständlich-sachlich sind weder Vergangenheit noch Zukunft von dem Erdenmenschen zu bemessen. Doch wird vor die menschliche Seele treten dasjenige, was Führer sein kann in eine sichere Lebensrichtung hinein, was sich ergibt, wenn die Menschen sich bekanntmachen werden mit dem, was ihnen gegeben wird als Richtlinie in den Gesetzen der Initiation, jener Initiation, die in alten Zeiten eine gewisse Erbschaft der Götter darstellte, die den Menschen mitgegeben wurde und als atavistisches Hellsehen auftrat, die aber, indem wir der Zukunft entgegenleben, immer mehr und mehr den Menschen ergreifen und das innere Seelenleben des Menschen formen muß.

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Cite: GA 275/1914-12-30/p014 · edition original