Dritter Vortrag
Wenn der Mensch aufwacht, mit seinem Ich und seinem astralischen Leibe untertaucht in den Äther- und physischen Leib, so fühlt er und erlebt er nur dasjenige, was in seinem Ich vorhanden ist. Was in seinem astralischen Leib vorgeht, ist schon im Unterbewußten, geschweige denn, was im ätherischen Leibe und im physischen Leibe vorgeht. Davon weiß der Mensch innerlich nichts. Für den Griechen aber war noch ein ahnendes Erfühlen da. Wir aber, wenn wir danach trachten, daß das geisteswissenschaftliche Erkennen in uns wiederum lebendig wird, daß es nicht nur unser abstraktes Erkennen, unser theoretisches Erkennen, sondern unser ganzes Seelenleben erfaßt, dringen dann hinunter allmählich in das, was uns konstituiert, lernen dann erkennen, was da durchrhythmisiert, durchharmonisiert, durchzyklisiert unseren astralischen und ätherischen Leib. Und dann kommen wir zu einem mit der Seele möglichen Verfolgen desjenigen, was ätherisch den Leib durchpulst, den Raum durchpulst und die Gestalten aus dem Ätherischen heraus hervorruft.
Cite:
GA 275/1914-12-30/p023 · edition original