Dritter Vortrag

GA 275/1914-12-30/p026 ·1914-12-30 · original (original)
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Das kann natürlich nur bis zu einem gewissen Grade geschehen. Das werden Sie einsehen, wenn Sie den ganzen Sinn dessen sich vor Augen führen, was wir über das technische Milieu gesagt haben. Denn es ist nicht zu trennen Technisches und Ahrimanisches, wenn wir zum Beispiel architektonisch oder durch die Skulptur etwas schaffen wollen für uns. Daher war es eine schwierige Aufgabe, dasjenige, was notwendigerweise ahrimanisch sein mußte an unserem Bau, aus diesem Bau gleichsam als etwas unschädlich Gemachtes auszuschalten. Es war eine schwierige Aufgabe, denn wir wissen, das Ahrimanische muß mit dem heutigen technischen Schaffen verbunden sein. Und es war eine Zeitlang so, als ob Ahriman sehr gut die Oberhand über uns hätte gewinnen können. Dann wären wir genötigt gewesen, all das, was auch zum Betrieb, zum technischen Betriebe von einer gewissen Seite her, gehört, in unseren Bau selber hineinzunehmen, und so hätten wir Ahriman im Bau darinnen sitzen gehabt. Es mußte daran gedacht werden, die ahrimanischen Kräfte aus dem Bau herauszubringen, und das konnte nur geschehen, wenn wir unser Heizhaus aus dem Bau herausnahmen, es absonderten von dem Bau. Das ist, wie Sie jetzt sehen können, geschehen, und es ist gelungen, was nur gelingen kann, wenn es möglich ist, daß so verständnisvoll auf die Intentionen eingegangen werden kann, wie es durch unseren lieben Herrn Englert geschehen ist. Es ist möglich gewesen, in dem modernsten Materiale Formen zu bilden, die wirklich zum Ausdrucke bringen: Hier in der Nähe des Baues, aber außerhalb des Baues, steht das, was nicht darinnen sein darf, was aber außerhalb sein muß, und es steht so da, daß das, worin es erzeugt worden ist, ein wirklich den geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen angepaßter architektonischerBau ist.

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Cite: GA 275/1914-12-30/p026 · edition original