Vierter Vortrag

GA 275/1914-12-31/p033 ·1914-12-31 · original (original)
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Dadurch, daß der Menschheit verlorengegangen ist die Einsicht in die geistige Welt, ist auch verlorengegangen das richtige Verhältnis des Menschen zum ganzen Menschenwesen, zur Menschheit. Die materialistische Weltanschauung erzeugt chaotische Empfindungen über das Weltendasein. Diese chaotischen Empfindungen über das Welt- und Menschheitsdasein mußten hereinbrechen in der Zeit des Materialismus. Nehmen wir eine Zeit -— und diese Zeit ist die unsrige: es sind die ersten Jahrhunderte der fünften nachatlantischen Kulturperiode -, wo man so gar keine wirkliche Ahnung mehr davon hatte, daß des Menschen Wesen ein dreifaches ist: das leibliche, das seelische und das geistige Wesen. Denn wahrhaftig, so ist es. Dasjenige, was für uns schon zu den ersten Elementen des geisteswissenschaftlichen Erkennens gehören muß: die Dreigliederung des Menschen in Leib, Seele und Geist, es fehlte von den ersten vier Jahrhunderten der fünften nachatlantischen Kulturperiode an bis in unsere Zeit hinein jede Ahnung davon. Der Mensch war eben Mensch, und alles Sprechen über eine menschliche Gliederung von der Art, wie wir sie haben in Leib, Seele und Geist, galt als törichte, phantastische Rederei.

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