{"corpus":"steiner","locus":"GA 275/1914-12-31/p044","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Aber es ist nicht richtig, wenn man nur böse Worte für diese Zeit hat. Richtig ist vielmehr ein anderes, richtig ist, wenn man bedenkt, daß diese Menschenseele in ihrem wachen Teile materialistisch gedacht, materialistisch gesonnen hat, daß sie materialistisch die Wissenschaft und die Kultur begründet hat, daß aber diese Menschenseele ein Ganzes ist. Wenn ich schematisch das ausdrücken soll, so könnte ich sagen: Der eine Teil der Menschenseele begründete die materialistische Kultur. Früher war dieser Teil untätig, die Menschen wußten nichts von äußerer Wissenschaft, wußten nichts von äußerlichem, materiellem Leben; da war der spirituelle Teil mehr wach. (Es wurde gezeichnet.) In den letzten vier Jahrhunderten war gerade jener Teil wach, der die materialistische Kultur begründete, der andere aber hat geschlafen, er schlief, dieser andere Teil der Menschenseele. Und wahrhaftig, das, was wir jetzt an Kräften entwickeln in der Menschheit, um uns wieder hinaufzuarbeiten zur Spiritualität, ist veranlagt worden in der Zeit der materialistischen Kultur in den Seelengliedern, die unten geschlafen haben. Die Menschheit war wirklich in bezug auf die Geist-Erkenntnis in diesen Zeiten: Olaf Åsteson. Das war sie wirklich. Nur ist sie noch nicht erwacht, diese Menschheit! Die Geisteswissenschaft muß sie zum Erwachen bringen. Die Zeit muß kommen, wo junge und auch alte Leute Worte hören, die gesprochen werden aus dem Teil der Menschenseele heraus, der geschlafen hat in der finsteren Zeit.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Vierter Vortrag","site_heading":null,"date":"1914-12-31","location":null,"word_count":222,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/275/1914-12-31/p044","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/275/1914-12-31/p044"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/275/1914-12-31/p044","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 158/1914-12-31","ga":"158","lecture":"1914-12-31","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}