Achter Vortrag

GA 275/1915-01-04/p008 ·1915-01-04 · original (original)
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Zunächst denkt man, solch ein Röhrenknochen muß aufgeplustert werden, und wenn er aufgeplustert ist und er drinnen eine Höhle hat, so müßte sich die Form des Kopfknochens ergeben. So ist es aber nicht mit den Knochen, sondern einen Röhrenknochen müßte man erst umkehren, so daß man seine Ähnlichkeit mit dem Schädelknochen dann ersehen könnte, nachdem man ihn umgestülpt hätte wie einen Handschuh, den man umkehrt mit dem Inneren nach außen. Aber nicht wahr, nun ist der Mensch gewohnt, wenn man einen Handschuh umstülpt, daß das, was herauskommt, ähnlich ausschaut dem Früheren, aber der Handschuh ist nun etwas Totes und bei einem Lebendigen ist das nicht so der Fall. Zum Beispiel wenn der Handschuh etwas Lebendiges wäre, so würde durch das Umstülpen folgendes geschehen. Es würden zum Beispiel gewisse Veränderungen entstehen, es würden der Daumen und der kleine Finger sehr lang werden, der Mittelfinger sehr kurz und so weiter, die Handfläche würde sich zusammenziehen und so weiter. Dann würden durch das Umstülpen und durch die verschiedene Elastizität des Stoffes ganz verschiedene Änderungen eintreten, kurz, der Handschuh würde durch das Umstülpen eine ganz andere Form haben, obgleich es immer noch der Handschuh ist. So müssen Sie sich zum Beispiel einen röhrenförmigen Oberarmknochen umgestülpt denken und es würde dann ein Kopfknochen daraus entstehen.

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