Achter Vortrag

GA 275/1915-01-04/p013 ·1915-01-04 · original (original)
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Aber nun nehmen Sie die Doppelkuppel mit ihren Zubauten. Wir haben zunächst dasjenige, auf dessen Bedeutung schon öfter hingewiesen worden ist: die Durchdringung der beiden Kuppelmotive, die gewissermaßen ein Neues in der Baukunst darstellen und, wie Sie wissen, durch die Ingenieur-Mithilfe von Herrn Englert zustandegekommen ist. Dieses Durchdringen der beiden Kuppeln, das ist beim Hauptbau von besonderer Bedeutung aus dem Grunde, weil es ausdrückt das innig Zusammengehörige desjenigen, was sich gegenseitig zu spiegeln hat. Ich drücke diesen Spiegelungsgedanken zunächst abstrakt aus. In diesem Durchdringen der beiden Kuppelmotive liegt ein unendlich Mannigfaltiges, liegt unendlich viel. Nur dadurch, daß wir dieses Durchdringen der Doppelkuppelmotive zustande gebracht haben, wird für das weitergehende künstlerische Stadium unseres Baues das zustande kommen, was sich als Abglanz unserer geisteswissenschaftlichen Gedanken in dem Bau zum Ausdruck bringt. Also diese Durchdringung ist eben beim Hauptbau vorhanden. Und wenn wir, ich möchte sagen, die Durchdringung wieder aufheben, die Kuppelmotive auseinandernehmen, dann nähern wir uns mehr einem ahrimanischen Prinzip. Würden wir sie noch mehr nähern oder ganz ineinander drängen, würden wir sie so bauen, daß wir die eine in die andere hineinstellen, so würden wir uns in dem Bau dem luziferischen Prinzipe nähern.

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