Achter Vortrag

GA 275/1915-01-04/p022 ·1915-01-04 · original (original)
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Auch in diesem Hineinkriechen in die Sachen und in dem Darinnenstecken liegt wieder ein Nachbilden der schöpferischen Kräfte der Natur selber, und nur damit ist die Gottverlassenheit der modernen industriellen Kultur ganz allein zu überwinden. Einen Schornstein, wie er sonst vorhanden ist, den können Sie sich unmöglich als ein Produkt des natürlichen Schaffens denken. Er entsteht, indem verleugnet werden die göttlich-geistigen Kräfte der Natur. Es gibt kaum etwas, was man vergleichen könnte in der Natur draußen mit einem solchen Schornstein, als höchstens das so ziemlich scheußlichste Pflanzengewächs, den Spargel. Aber das ist gewissermaßen eine Ausnahme. Dasjenige, was wirklich im Sinne der in der Erde vorhandenen Kräfte wächst, kann sich niemals schornsteinmäßig nach oben erstrecken, sondern wenn Sie die nach oben wirkenden Kräfte studieren wollen, können Sie am besten das, was den verborgenen Kräften in der Erde entspricht, am Baum studieren, der auch nicht nur senkrecht den Stamm in die Höhe treibt, sondern sich in den Ästen nach außen erstrecken muß. Es kann sich natürlich nicht darum handeln, das unmittelbar am Modell nachzuahmen, sondern man muß sich vertiefen in diejenigen Kräfte, die von der Erde ausstrahlen und die bloß vertikale Richtung des Baumstammes überwinden, die in die Breite streben und in die Äste treiben. Da haben Sie auch gerechtfertigt das in dem Raum, in dem Kosmos draußen Auseinanderstreben, ich möchte sagen, astförmige Auseinanderstreben (beim Schornstein).

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