Achter Vortrag
Nun handelt es sich darum, daß eine solche Form dann vollständig ist, wenn sie ihren Sinn erfüllt. Wenn Sie jetzt diese Form anschauen, so ist sie noch nicht vollständig. Sie wird erst vollständig sein, wenn einmal darinnen wirklich geheizt werden und da auch der Rauch herausgehen wird; der gehört dazu, der gehört richtig dazu, der ist in der architektonischen Form mit darinnen gedacht. Wenn man hellseherisch ins Auge fassen wird einmal das Aufsteigen des Rauches hier und das Hinausgehen des Rauches durch den Schornstein, so wird man — da man wissen wird, wenn man es wirklich hellseherisch wird ins Auge fassen können, daß in dem Physischen auch ein Geistiges enthalten ist — das Geistige des aufsteigenden Rauches mit in Betracht ziehen. Denn so wie Sie einen physischen, einen ätherischen und einen astralischen Leib haben, so hat auch der Rauch einen ätherischen Teil wenigstens. Dieser ätherische Teil aber nimmt andere Wege als der physische Teil: der physische Teil wird nach aufwärts geben, der Ätherteil aber wird wirklich ergriffen von diesen Zweigen, die nach außen gehen. Man wird einstmals sehen das Aufsteigen des physischen Teiles des Rauches und das Hinwegweichen der Ätherteile des Rauches. Dadurch aber wird allmählich, wenn das in der Form zum Ausdruck kommt, einem Prinzip aller Kunst entsprochen, nämlich dem: das Innere im Äußeren darzustellen, das Innere wirklich zum Prinzip des Äußeren zu machen.
Cite:
GA 275/1915-01-04/p024 · edition original