Achter Vortrag

GA 275/1915-01-04/p026 ·1915-01-04 · original (original)
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Nicht möchte man, wenn unser Bau einmal fertig sein wird, die Frage immer wieder hören: Was bedeutet dieses, was bedeutet jenes? — um dann vernehmen zu müssen, wie man gewissermaßen sich froh fühlt, wenn man bei diesen Dingen die Bedeutung von diesem oder jenem gefunden zu haben glaubt. In bezug auf solche Deutungen sind wir auf manchen Seitenwegen der Theosophie gerade bei allerlei dichterischen und literarischen Produkten ins Kuriose gekommen. So zum Beispiel sind Dramen gedeutet worden in der Weise, daß man bei einer Person sagte, die bedeutet Manas, bei einer andern Person, die bedeutet Buddhi, bei einer dritten, die bedeutet Atma und so weiter. So kann man allerdings, wenn man will, alles deuten. Aber um solche Deutungen handelt es sich nicht, sondern um ein In-denSachen-Leben, um ein Mitgehen mit dem Schöpferischen, das als Ausfluß der höheren Hierarchien unsere ganze Welt durchdringt und gestaltet. Weil dieses letztere schwieriger ist als das symbolische oder allegorische Deuten, deshalb braucht man es gerade doch nicht als das Schwierigere zu vermeiden, denn es führt in die geistige Welt hinein und ist der allerstärkste Antrieb, um wirklich zur Imagination, zur Inspiration und zur Intuition zu kommen.

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Cite: GA 275/1915-01-04/p026 · edition original