Achter Vortrag

GA 275/1915-01-04/p030 ·1915-01-04 · original (original)
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Wenn Sie ein Stückchen Kreide aufheben und das Aufheben der Kreide sich vorstellen, so können Sie das allerdings sich vorstellen. Wie aber das Ich und der astralische Leib in die Hand fließen, wie der Wille sich da ausbreitet, von dem wissen Sie beim bloßen Tagesbewußtsein ohne Hellsehen nicht mehr, als Sie von einem Traum wissen, wenn Sie träumen. Von dem eigentlichen Willen kann man bei gewöhnlichem wachem Tagesleben nur träumen, und bei den meisten Dingen träumen wir nicht einmal, sondern schlafen wir bloß. Denn wie Sie einen Bissen auf die Gabel nehmen, das können Sie sich deutlich vorstellen, wie Sie den Bissen zerbeißen, können Sie sich auch noch bis zu einem gewissen Grade vorstellen, daß Sie den Bissen aber schlucken, das träumen Sie nicht einmal. Darüber sind Sie meistens ganz unbewußt, wie Sie sich unbewußt sind Ihrer Gedanken, wenn Sie schlafen. So ist ein großer Teil gerade der Willenstätigkeit beim Wachen im Wachschlafen vollbracht.

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Cite: GA 275/1915-01-04/p030 · edition original