Achter Vortrag

GA 275/1915-01-04/p031 ·1915-01-04 · original (original)
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Würden wir nicht schlafen gerade in bezug auf unser Begehrungsvermögen und auf die mit unserem Begehrungsvermögen verbundenen Gefühlsimpulse, dann würden wir zunächst eine sonderbare Tätigkeit entwickeln. Wir würden die Handlungen, die wir ausführen, bis in unseren Körper hinein verfolgen, wir würden mit alledem, was wir als Willensimpulse ausführen, folgen dem Inneren, unserem Blute, in alle Blutbahnen hinein. Das heißt, wenn Sie das Aufheben eines Kreidestückchens in bezug auf den Willensimpuls verfolgen könnten, so würden Sie in alle Blutbahnen hinein verfolgen dasjenige, was in Ihrer Hand vorgeht; Sie würden von innen heraus ansehen die Tätigkeit des Blutes und die Gefühle, die damit verbunden sind; zum Beispiel die Schwere des Kreidestückes und dergleichen würden Sie innerlich ansehen und dadurch gewahr werden, daß Sie Ihre Nervenbahnen und das darinnen befindliche ätherische Fluidum verfolgen. Sie würden sich innerlich erleben längs der Tätigkeit des Blutes und der Nerven. Das würde sein ein innerliches Genießen der eigenen Blut- und Nerventätigkeit. Diesem innerlichen Genießen der eigenen Blut- und Nerventätigkeit müssen wir aber für unser irdisches Leben enthoben sein, sonst würden wir durch unser irdisches Leben so hindurchgehen, daß wir bei allem, was wir tun, unseren innerlichen Selbstgenuß haben wollen. Unser Genuß an uns selbst würde sich dadurch unendlich erhöhen. Aber diesen Genuß durfte der Mensch nichthaben, so wieernuneinmalgewordenist. Und das Geheimnis, warum er diesen Genuß nicht haben durfte, liegt wieder in einer Stelle der Bibel ausgesprochen, gegenüber der wir immer größere Ehrfurcht empfinden sollten.

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Cite: GA 275/1915-01-04/p031 · edition original