Achter Vortrag

GA 275/1915-01-04/p041 ·1915-01-04 · original (original)
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Die anderen Verhältnisse sind während des Schlaflebens vorhanden. Da ist der Mensch mit seinem Ich und seinem astralischen Leibe aus dem physischen und ätherischen Leibe heraus. Im gewöhnlichen Leben sind da die Vorstellungen herabgedrängt, herabgelähmt. Aber der Mensch lebt vom Einschlafen bis zum Aufwachen fortwährend in der Begierde nach seinem physischen Leibe. Darinnen besteht gerade das Schlafen, daß der Mensch von dem Momente an, wo er anfängt zu schlafen, Begierde entwickelt nach seinem physischen Leibe. Die steigt bis zu einem Höhepunkte und dann drängt es ihn immer mehr und mehr nach dem physischen Leibe zurück. Die Begierde nach dem eigenen physischen Leibe wird immer größer und größer im Schlafzustande. Und weil die Begierde wie ein Nebel das Ich und den Astralleib durchzieht, wird abgedämpft, abgedämmert das Vorstellungsleben. Gerade dadurch werden die Vorstellungen abgedämmert, daß das Begierdeleben nach dem physischen Leibe das Ich und den astralischen Leib wie ein Nebel durchdringt. Wie wir, wenn ein Nebel sich ausbreitet, die Bäume des Waldes nicht sehen, so können wir auch unser Wahrnehmungsleben nicht innerlich erleben, wenn sich der Nebel unserer Begierde darüber ausbreitet.

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Cite: GA 275/1915-01-04/p041 · edition original