Achter Vortrag

GA 275/1915-01-04/p048 ·1915-01-04 · original (original)
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Wenn der Mensch nicht mehr innerlich sich genießt auf den Bahnen, die zu seinen Sinnen hinführen, oder von außen sich durchdringt bis in seine Sinne herein, sondern wenn der Mensch gleichsam so mit sich selbst in Verbindung zu stehen vermag, von innen und von außen, daß er wirklich das lebendig in sich ergreifen kann, was das Symbolum des Todes für das physische Leben ist, wenn er sich verbinden kann mit dem, was die Anwartschaft auf den physischen Tod gibt, dann ist der in Betracht kommende Zustand erreicht. Denn wir sterben eigentlich physiologisch dadurch, daß wir imstande sind, das Knochensystem in uns zu entwickeln. Wenn wir imstande sind, das, was aus wunderbarer Ahnung heraus das Volk empfindet als Symbolum des Todes, das Knochengerüst, das, was so fern ist dem Blutund Nervensystem wie das Knochensystem, zu ergreifen, dann kommen wir zu dem, was ein Höheres ist gegenüber dem pythischen und prophetischen Hellsehen, dann kommen wir zu dem, was wir nennen können das geisteswissenschaftliche Hellsehen.

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Cite: GA 275/1915-01-04/p048 · edition original