Die Welt als Ergebnis von Gleichgewichtswirkungen. Vierter Vortrag

GA 277a/1914-11-20/p032 ·1914-11-20 · original (original)
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Ödipus sollte der Mächtigste dieser Sphinxbesieger sein. Jeder Grieche, der sein Menschentum ernst nahm, war im Grunde genommen im kleinen mehr oder weniger ein Sphinxbesieger. Ödipus sollte nur das, was jeder Grieche erleben mußte, in besonders typischer Gestalt darstellen. Was geschieht also? Ödipus sollte dasjenige, was im Atmungs- und Blutprozesse lebt, besiegen. Dem Menschen, der in diesem lebt, soll er gegenüberstellen den gleichsam mit verarmten Ätherkräften lebenden Nervenmenschen. Wodurch kommt er dazu? Dadurch, daß er in seine eigene Natur die Kräfte, die mit dem Nervenprozeß verwandt sind, also die mephistophelischen Kräfte, aufnimmt, aber in gesunder Weise aufnimmt, so daß sie nicht nebenhergehen und ihm zum Begleiter werden, sondern daß sie in ihm sind und er durch diese Kräfte der Sphinxnatur gegenübertreten kann.

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