Die Welt als Ergebnis von Gleichgewichtswirkungen. Vierter Vortrag
Da sehen wir, wie im Grunde genommen Luzifer und Ahriman an ihrem richtigen Orte segensreich wirken, an dem Orte, wohin sie gleichsam erst versetzt sind, und daß sie, wo sie nicht stehen sollen, nachteilig wirken. Für den Griechen war die Sphinxnatur etwas, womit er fertig werden sollte, was er aus sich heraussetzen sollte. Wenn er sie in den Abgrund stürzen, also den erweiterten Ätherleib in den physischen Leib hineinbringen konnte, dann hatte er die Sphinx überwunden. Der Abgrund ist nicht da draußen, der Abgrund ist der eigene physische Leib, in den in gesunder Weise die Sphinx untergetaucht werden muß. Aber da muß der andere Pol, der Nervenprozeß, der entgegengesetzte Prozeß, vom Ich ausgehend, stärker werden — nicht das, was draußen ist, sondern das, was drinnen sein muß. Das Ahrimanische wird im Menschen aufgenommen und dadurch an den richtigen Ort gestellt.
Cite:
GA 277a/1914-11-20/p033 · edition original