Elfte Stunde
> Nikolaus Lenau: «Himmelstrauer» > Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke, > Die düstre Wolke dort so bang, so schwer; > Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke, > Wirft sich der Strauch im Winde hin und her. > Vom Himmel tönt ein schwermutvolles Grollen > Die dunkle Wimper blinzet manches Mal, > — Soblinzen Augen, wenn sie weinen wollen, — > Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl.— > Nun schleichen aus dem Moore kühle Schauer > Und leise Nebel übers Heideland; > Der Himmel ließ, nachsinnend seiner Trauer, > Die Sonne lässig fallen aus der Hand.
Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/277a/1915-08-27/p005.json
Cite:
Cite:
GA 277a/1915-08-27/p005 · edition original