Ansprache zur Eurythmie

GA 277a/1918-02-19/p004 ·1918-02-19 · original (original)
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Als vor einer Reihe von Jahren Frau Smits die Anregung gab, etwas im Sinn einer Durchgeistigung der Tanzkunst innerhalb unserer Bewegung zunächst zu schaffen, da war die Frage diese: In welcher Art könnte man dieser besonderen Kunstform heute beikommen? — Nicht wahr, bei einer solchen Gelegenheit muss man ins Auge fassen, dass in unserer Zeit vieles gerade auf künstlerischem Gebiete besteht, was, ich möchte sagen ein sehr spätes Produkt darstellt von irgendetwas, das in längst vergangene Zeiten zurückführt. Man kann sagen: Es existieren in unserer Zeit diese oder jene Bestrebungen, von denen man nur spätere Stadien kennt, nichts vom Ursprung. - Wenn unsere Bewegung eine größere Bedeutung haben soll, so muss sie unter anderem dies auch dadurch gewinnen, dass sie in mancher Beziehung an Ursprüngliches in der Menschheit anknüpft. Und so handelt es sich darum, gewissermaßen nach den Quellen dieser Kunstform zu suchen. Die verschiedensten künstlerischen Bestrebungen sind ja — man überzeugt sich davon, wenn man durch okkulte Wissenschaft zu den Quellen zurückgeht -, sind ja eigentlich dadurch entstanden, wenn ich mich kurz ausdrücken will, dass der Mensch sein eigenes Wesen, das zunächst an ihm unmittelbar ist, in einer gewissen Weise aus sich heraussetzt und in der physischen Welt nachahmt. So sind alle künstlerischen Bestrebungen auch entstanden. Erlebnisse, die im Unterbewussten ablaufen, werden sichtbar in der äußeren Welt gemacht.

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