Ansprache zur Eurythmie

GA 277a/1918-02-19/p008 ·1918-02-19 · original (original)
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Es ist damit, glaube ich, etwas doch wenigstens inauguriert, wenn auch noch nicht geleistet worden, was einer Entwicklung fähig ist. Und wir haben im Laufe der letzten Jahre gesehen, wie unsere die Eurythmie treibenden Mitglieder die Sache vorwärtsgebracht haben, wie sie hinzufügen konnten zu der Sache auch die Gefühls- und Willensdurchtönung. Die Sache kann weitergetrieben werden, kann nach und nach übergehen so, dass sie auch vor die Öffentlichkeit hintritt. Es wird da aber vorausgesetzt werden müssen, dass furchtbar geschimpft werden wird über die Sache; allein das ist selbstverständlich. Es muss eben durchgehalten werden. Nicht aber soll man glauben, dass die Eurythmie, wenn von ihr gesagt wird, dass sie in die Öffentlichkeit gebracht werden soll, in die Welt des gegenwärtigen Philistertums übergeleitet werden [soll]. Wenn Sie glauben sollten deshalb, dass man in den von der schlimmsten Philisterhaftigkeit heute durchzogenen Unterrichtsanstalten irgendetwas machen kann im Ernste, indem man ein Teilweises einführt, so würden Sie sich dadurch furchtbaren Illusionen hingeben. Was ich gestern gemeint habe mit Übertritt in die Öffentlichkeit, bezog sich darauf, dass diese Kunst von denen, die diese Kunst gut können, vor die Öffentlichkeit hingestellt wird und abgewartet wird, wie diese Kunst aufgenommen wird. Dass man gleich in die philiströse Welt die Sache überführen soll, war nicht gemeint. Das Überführen unserer Sache in das weitausgedehnte Land Philistertum, das jetzt alle Bestrebungen umgibt, die nur wie einzelne Oasen sich darinnen vorfinden - das Land Philistertum kann nur in äußerst vorsichtiger Weise von den Sachen nach und nach etwas erfahren und beeindruckt werden davon.

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