Ansprache zur Eurythmie
Gestatten Sie, dass ich unserer Aufführung in eurythmischer Kunst einige Worte voranschicke. Es wird dies umso mehr notwendig sein, als es sich bei dieser Vorführung durchaus nicht um irgendetwas in sich heute schon Vollendetes handelt, sondern erst um eine Probe, ich könnte vielleicht auch sagen, um den Versuch einer Probe. Es dürfte /unleserliches Wort] naheliegen, dasjenige, was heute geboten ist, mit allerlei Nachbarkünsten zu vergleichen. Wir sind uns durchaus dessen voll bewusst, dass wir mit solchen Nachbarkünsten durchaus nicht konkurrieren dürfen. Solche Nachbarbewegungskünste haben von ihrem Gesichtspunkte aus heute eine gewisse Vollendung schon erfahren. Nicht irgend[et]was, was damit in Konkurrenz treten soll, wollen wir daneben hinstellen, sondern etwas, was eben ein anderes ist, was auch andere eben Kunstgrundlagen und auch /unleserliches Wort] eine andere Kunstgesinnung braucht.
Cite:
GA 277b/1919-05-25/p005 · edition original