Ansprache zur Eurythmie
Dasjenige, was in ihm vibriert und webt, das, was da unterdrückt wird, soll durch Eurythmiekunst zur [Darstellung] kommen. Auf der Bühne soll der ganze Mensch Kehlkopf werden. Dasjenige aber, was durchklingt die künstlerisch gestaltete Sprache, den musikalisch künstlerisch gestalteten Ton als menschliche Seelenstimmung, als Rhythmus, Alliteration, Reim, Assonanz, als Seelenempfindung und Seelenleben, das soll in den Gruppeneurythmie-[Bewegungen], in den Bewegungen im Raum, die ausgeführt werden durch eine Anzahl von Darstellern, zur Offenbarung kommen. Dadurch kann etwas erreicht werden, was ebenso wie die musikalische Kunst eine innere Gesetzmäßigkeit hat.
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GA 277b/1919-05-25/p009 · edition original