Ansprache zur Eurythmie
Selbstverständlich ist dadurch auch der begleitenden Rezitation und Musik eine wichtige Aufgabe gesetzt. Diese Aufgabe wird man heute noch schwer begreifen, da die [Rezitation heute] gesetzmäßig ganz übergegangen ist in eine bloße [Wiedergabe dessen] was prosaisch in der Dichtung liegt, das sich [...] /unleserliche Wörter] ist. Ich darf bei dieser Gelegenheit an eines erinnern, was [...] /unleserliche Wörter] ein solcher Dichter wie Schiller. Schiller empfand, bevor [er eine] Dichtung gestaltete, immer eine unbestimmte Melodie in seiner Seele, und die Umgestaltung dieser [Melodie], die Umgestaltung dieser Bewegung, das, [was] über[geht in] dasjenige, was er dann an Reimung und ganzer Gestaltung der Dichtung hineingeheimnisst, das ist dasjenige, was Rezitation wieder herausholen wird, wenn sie zum Beispiel sich anlehnt an das, was unsere Raumbewegungskunst, unsere Eurythmie ist.
Cite:
GA 277b/1919-05-25/p011 · edition original