{"corpus":"steiner","locus":"GA 277b/1919-08-16","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16","ga":"277b","lecture":"1919-08-16","lecture_number":null,"title":"19. Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1919-08-16","location":null,"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"passage_count":23,"word_count":1785,"translation_credit":null,"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":23,"passage_count":23,"word_count":1785},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":23,"passage_count":23,"word_count":1907,"completeness":{"ratio":1.07,"band":"comparable","note":null}}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"passages":[{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p001","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p001","passage_number":1,"word_count":8,"text":"## GA 277b — 16 August 1919, Dornach"},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p002","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p002","passage_number":2,"word_count":5,"text":"### 19. Ansprache zur Eurythmie"},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p003","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p003","passage_number":3,"word_count":0,"kind":"figure","figures":[{"file":"277b-17.webp","alt":"Program","url":"https://anthroposophy.ai/ga/277b/images/German/277b-17.webp","in_source_tree":true}],"text":"![Program](images/277b-17.webp)"},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p004","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p004","passage_number":4,"word_count":4,"text":"Meine sehr verehrten Anwesenden!"},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p005","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p005","passage_number":5,"word_count":150,"text":"Die eurythmische Kunst, von der wir Ihnen heute eine Probe vorführen dürfen, ist eine Kunstform, welche sich neuer Ausdrucksmittel zu bedienen strebt, der Ausdrucksmittel, welche veranlagt sind in den menschlichen Leibesgliedern selbst. Die Ausbildung dieser eurythmischen Kunst ruht ganz auf der Goethe’schen Weltanschauung, auf der ja im Grunde alles dasjenige ruht, was Sie hier in diesem Bau verwirklicht sehen. Und zwar ist der Versuch gemacht, dasjenige, was in Goethes großer Weltanschauung heute noch immer nicht voll gewürdigt ist, was noch auf seine volle Würdigung wartet, das auf einem bestimmten begrenzten Gebiete künstlerisch auszugestalten. Ich möchte nicht gerade theoretische Auseinandersetzungen weitläufiger Art der eurythmischen Darstellung voranschicken - allein: Bei Goethe ist dasjenige, was er als Beobachtungsergebnisse seiner Weltauffassung gegeben hat, immer nicht einseitig wissenschaftlich. Es ist immer durchtränkt von künstlerischer Gesinnung. Und diese Goethe’sche künstlerische Gesinnung, von ihr möchten wir, dass sie auch durchdringe diese Raumbewegungskunst, die wir als Eurythmie bezeichnen."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p006","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p006","passage_number":6,"word_count":43,"text":"Goethe geht in der Auffassung der lebendigen Welt weit über dasjenige hinaus, was heute schon die Wissenschaft anerkennt. Und es steht zu hoffen, dass gerade dasjenige, was Goethe selber als seine Metamorphosen-Anschauung bezeichnet, für die Zukunft der Menschheit eine große Bedeutung gewinnen wird."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p007","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p007","passage_number":7,"word_count":103,"text":"Wenn ich das Einfachste dieser Goethe’schen Weltanschauung Ihnen vorführen soll, so ist es das, dass für Goethe jedes einzelne Pflanzenblatt eine ganze Pflanze ist - nur eben der Anlage nach - und die ganze Pflanze ist wiederum ein kompliziertes Blatt. Alle einzelnen Organe der Pflanze sind nur umgestaltete Blätter, sind also im Grunde genommen ein und dasselbe. Die äußere Form wiederholt das Wesentliche in mannigfaltigster Art. Dasjenige, was Goethe in seiner großartigen Abhandlung über die Pflanze 1790 niedergeschrieben hat, das lässt sich anwenden auf das Begreifen alles Lebendigen in der Natur. Es lässt sich insbesondere anwenden in Bezug auf das Begreifen des Menschen."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p008","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p008","passage_number":8,"word_count":64,"text":"Man kann aber weitergehen. Man kann auch den Menschen so im Sinne dieser Goethe’schen Weltanschauung betrachten, dass man die Äußerung eines einzelnen Organes wiederum so auffasst, wie die Bewegung des ganzen Menschen beziehungsweise umgekehrt. Dasjenige, was der ganze Mensch an Bewegungen ausführen kann, an Bewegungen machen kann, es erscheint als die Wiederholung, als die kompliziertere Wiederholung desjenigen, das ein Organ des menschlichen Leibes ausführt."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p009","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p009","passage_number":9,"word_count":108,"text":"Für uns kommt, meine sehr verehrten Anwesenden, hier in Betracht dasjenige, was, wenn der Mensch spricht, sein Kehlkopf und dessen Nachbarorgane ausführen. Im gewöhnlichen Leben und in derjenigen Offenbarung der Menschennatur, die als dichterische oder als rezitatorische Kunst zum Ausdrucke kommt, da ist die Aufmerksamkeit der Menschen auf dasjenige gelenkt, was hörbar wird durch die Tätigkeit des Kehlkopfes und seiner Nachbarorgane. Hat man aber die Möglichkeit, dasjenige, was im menschlichen Kehlkopf und seinen Nachbarorganen wirkt, übersinnlich zu schauen, hat man die Möglichkeit, die Bewegungstendenzen und Bewegungsantriebe, die tätig sind, während wir sprechen, zu durchschauen, dann kann man daraus gewissermaßen eine sichtbare Sprache formen, die der ganze Mensch ausführt."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p010","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p010","passage_number":10,"word_count":90,"text":"Sie brauchen sich ja nur vorzustellen, meine sehr verehrten Anwesenden, dass, während wir sprechen, durch den Kehlkopf und seine Nachbarorgane fortwährend die Luft in wellige Bewegungen kommt. Und die Offenbarung dieser welligen Bewegungen ist ja das gehörte Wort. Diese welligen Bewegungen in ihrem Wesen geschaut, lassen sich übertragen auf den ganzen Menschen. Und so werden Sie gewissermaßen in den Darstellungen der Personen auf der Bühne sehen den ganzen Menschen als einen großen Kehlkopf, der in seinen einzelnen Gliedern dasjenige ausführt, sichtbarlich, was unsichtbar ausgeführt wird, wenn Sie dem Sprechen zuhören."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p011","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p011","passage_number":11,"word_count":76,"text":"Das sind die neuen Ausdrucksmittel für diese eurythmische Bewegungskunst. Es beruht ja nach Goethes künstlerischer Gesinnung alle Kunst auf einer geheimnisvollen Offenbarung der Natur, auf der Offenbarung von Naturgesetzen, die man ohne die Kunst gar niemals erkennen würde. Für Goethe rückt dasjenige, was man künstlerisch gestalten kann, in die Sphäre der Erkenntnis. Er sagt: Die Kunst beruht auf einem geheimnisvollen Erkennen, insoferne es uns gestattet ist, das Wesen der Dinge als sichtbarlich und greiflich zu durchdringen."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p012","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p012","passage_number":12,"word_count":56,"text":"Und insbesondere ist es interessant zu durchdringen dasjenige, was im ganzen Menschen als Bewegungsmöglichkeit vorhanden ist. So werden Sie in der Eurythmie eine sichtbare Sprache sehen. Und dasjenige, was sonst in unserer Sprache zum Ausdruck kommt, namentlich dasjenige, was in der künstlerisch-dichterisch gestalteten Sprache zum Ausdrucke kommt, auch das lässt sich ausdrücken durch unsere eurythmische Kunst."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p013","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p013","passage_number":13,"word_count":90,"text":"Der einzelne Mensch, wenn Sie ihn im Stehen sehen, was er da an Bewegungen ausführen kann, das ist ein umgestalteter großer Kehlkopf. Wenn aber der einzelne Mensch oder Menschengruppen im Raume hier auf der Bühne ihre Bewegungen ausführen, so offenbaren diese Bewegungen alles dasjenige, was unsere Sprache durchwärmt vom seelischen Gemüte aus, was als Enthusiasmus durch unsere Sprache dringen kann, was auch als Schmerz und Leid durch unsere Sprache dringen kann. Alle diese Nuancen des Seelischen, die durch die Sprache gehen, man kann sie durch diese Raumbewegungskunst zum Ausdrucke bringen."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p014","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p014","passage_number":14,"word_count":129,"text":"Dabei ist in dieser Kunst nichts willkürlich. So wie die Musik selber beruht — die durchaus ähnlich ist der eurythmischen Kunst beziehungsweise die eurythmische Kunst ist ähnlich der Musik -, so wie die musikalische Kunst regelmäßig, gesetzmäßig ihre Töne folgen lässt im melodiösen Elemente, wie sie die Töne zusammenstellt im harmonischen Elemente, so ist auch alles innerlich gesetzmäßig in der eurythmischen Kunst. Sie dürfen nicht denken, dass das eine bloße Gebärdenkunst ist, eine bloß mimische Kunst ist. Nicht ein eigentümliches Zusammenstimmen desjenigen, was im Menschen lebt, mit der äußeren Bewegung wird hier angestrebt, sondern der Zusammenhang zwischen dem, was in der Seele sich aussprechen will, und der Bewegung, die gemacht wird, ist ein ganz innerlich gesetzmäßiger. Und die Aufeinanderfolge der Bewegungen ist so innerlich gesetzmäßig wie in der Musik."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p015","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p015","passage_number":15,"word_count":46,"text":"Daher kann eurythmische Kunst begleitet werden vom Musikalischen. Die musikalische Kunst geht ihr auf der einen Seite parallel. Auf der anderen Seite geht ihr die Rezitationskunst parallel. So werden Sie ein und dasselbe Motiv der menschlichen Seele musikalisch hören, eurythmisch dargestellt sehen und in Rezitation hören."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p016","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p016","passage_number":16,"word_count":97,"text":"Man kann nicht so rezitieren zur eurythmischen Kunst, wie man heute liebt zu rezitieren. Gerade die eurythmische Kunst zwingt, auch die Rezitationskunst wiederum zurückzuführen zu ihrem eigentlichen künstlerischen Elemente. Heute rezitiert man eigentlich prosaisch. Man legt den höchsten Wert darauf, den Inhalt der Dichtung in der Rezitation zum Ausdruck zu bringen. Aber das ist dem wirklich künstlerisch erfassenden Menschen nicht die Hauptsache. Das Rhythmische, das ebenfalls hier in den Bewegungen der Menschen und Menschengruppen im Raume zum Ausdrucke kommt, das Rhythmische, die ganze innere Gestaltung des tragenden Elementes, das ist dasjenige, was dem Dichter die Hauptsache ist."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p017","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p017","passage_number":17,"word_count":85,"text":"Ich brauche nur daran zu erinnern, dass solch ein Dichter wie Schiller niemals zuerst den Inhalt, oder wenigstens oftmals nicht zuerst den Inhalt eines Gedichtes in der Seele hatte; sondern bevor er wusste, über was er dichtete, was der Inhalt des Gedichtes werden sollte, ging eine unbestimmte melodiöse Tongestaltung durch seine Seele und nach dieser Tongestaltung formte er das Gedicht. Daher wird dasjenige, was als rezitatorische Kunst heute unsere Eurythmie begleiten muss, noch vielfach missverstanden werden, weil wir zurückgehen müssen auf ältere Formen des Rezitierens."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p018","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p018","passage_number":18,"word_count":91,"text":"Auch daran möchte ich noch erinnern, dass Goethe zu seiner Zeit noch durchaus dieses gestaltende, eigentlich Künstlerische der Sprachform zum Ausdruck bringen wollte. Wenn er seine «Iphigenie» einstudierte, hatte er den Taktstock in der Hand, damit nicht prosaisch gesprochen wurde, sondern damit die Jamben, damit der Rhythmus der Sprache wirklich zum Ausdrucke kam - etwas, was man heute als unnatürlich empfinden würde, weil in unserer materialistischen Zeit das eigentlich künstlerische Empfinden zurückgegangen ist und man auch in der Rezitation, in der Vortragskunst das Besondere des Inhalts in den Vordergrund stellen will."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p019","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p019","passage_number":19,"word_count":141,"text":"Wenn Sie in unseren eurythmischen Darstellungen doch noch Pantomimisches bemerken werden, so bitte ich Sie, das zu betrachten so, dass wir mit unserer Kunst eben durchaus im Anfange erst stehen. Daher hat sie noch manches Unvollkommene. Aber alles Pantomimische, alle Zufallsgesten sind eigentlich noch Unvollkommenheiten. Wenn zwei Darstellende, zwei ganz verschiedene Darsteller zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten dasselbe eurythmisch darstellen würden, so würden sie es, weil die Eurythmie eine innerliche Gesetzmäßigkeit hat, in gleicher Art so darstellen, dass die individuellen Verschiedenheiten nur so große sind, wie wenn zwei Klavierspieler nach ihren individuellen Eigentümlichkeiten ein und dieselbe Beethoven-Sonate spielen. - Also diese innere Gesetzmäßigkeit, die ist dasjenige, was angestrebt wird selbstverständlich. Alles dasjenige, was mit den eben Ihnen charakterisierten Mitteln für die eurythmische Kunst angestrebt wird, es muss so ausfließen in die Raumbewegung, dass der unmittelbare Anblick ästhetisch, künstlerisch wirkt."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p020","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p020","passage_number":20,"word_count":69,"text":"Aber darauf beruht ja auch Goethes Gesinnung: In aller Kunst lassen wir mit Ausschaltung des Verstandes unmittelbar die innere Gesetzmäßigkeit und Harmonie der Natur wahrnehmen. Goethe drückt das einmal sehr schön aus, indem er sagt: Indem der Mensch auf den Gipfel der Natur gestellt ist, sieht er sich wiederum als eine ganze Natur an, nimmt Ordnung, Maß, Bedeutung, Harmonie zusammen, um sich endlich zur Produktion des Kunstwerkes zu erheben."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p021","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p021","passage_number":21,"word_count":197,"text":"Besonders reizvoll ist cs, dasjenige, was im Menschen selbst veranlagt ist, zum Kunstwerke zu erheben. Diese innerliche Veranlagung des Menschen, als Kunstwerk gedacht, den sich bewegenden Menschen naturgemäß, gesetzmäßig als Kunstwerk gedacht: Das ist Eurythmie, dieselbe Eurythmie, welche durchvibriert unsichtbar in unserer Lautfolge, indem wir sprechen, namentlich, indem wir Dichterisch-Künstlerisches nachsprechen. Dennoch darf ich Sie bitten, dasjenige, was wir Ihnen heute vorführen werden, mit Nachsicht zu beurteilen. Wir sind selbst die strengsten Kritiker desjenigen, was wir jetzt schon mit dieser eurythmischen Kunst können. Denn wir wissen, dass noch alles im Werden, alles noch unvollkommen ist. Aber dasjenige, was in unserer Absicht liegt, wir hoffen, dass wir es noch selber, oder wenn wir nicht selber, so andere es zur Vollendung bringen werden. Und dass dann, wenn dasjenige, was heute nur beabsichtigt ist, in voller Weise als eurythmische Kunst zum Ausdrucke kommt - dann wird sich diese eurythmische Kunst neben anderen, neben die anderen Künste als vollbedeutende Kunst hinstellen können. Nicht konkurrieren aber möchten wir mit nachbarlichen Künsten wie zum Beispiel den heute so beliebten Tanzkünsten. Eurythmie soll etwas ganz anderes sein. Sie soll dasjenige zum Ausdruck bringen, was der Mensch in sich selber als Bewegungsanlage hat: Beseelte Bewegung."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p022","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p022","passage_number":22,"word_count":76,"text":"Und so glauben wir auch, dass die Eurythmie einmal im Unterricht, in der Erziehung eine große Rolle spielen wird, indem das bloß körperliche Bewegen im Turnen dann durchseelt werden wird, indem an die Stelle der bloß körperlichen Turnkunst die durchseelte Eurythmie tritt. Das wird die Eurythmie wahrscheinlich einmal hineinstellen können in die menschliche Gesamtgeisteskultur auf der einen Seite als Künstlerisches, auf der anderen Seite als dasjenige, was als die Gesamtpädagogik des Menschen eine große Rolle spielt."},{"locus":"GA 277b/1919-08-16/p023","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p023","passage_number":23,"word_count":57,"text":"Wir wissen in der Tat, dass das alles heute noch ein Anfang ist, und deshalb bitte ich Sie, mit Nachsicht unsere Aufführung zu betrachten. Für das Programm vor der Pause habe ich noch anzugeben, dass nach dem «Spaziergang» eingefügt werden wird das Nietzsche-Gedicht «Mein Glück». Sodass also das Programm vor der Pause um zwei Nummern vergrößert ist."}]}