19. Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1919-08-16/p007 ·1919-08-16 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wenn ich das Einfachste dieser Goethe’schen Weltanschauung Ihnen vorführen soll, so ist es das, dass für Goethe jedes einzelne Pflanzenblatt eine ganze Pflanze ist - nur eben der Anlage nach - und die ganze Pflanze ist wiederum ein kompliziertes Blatt. Alle einzelnen Organe der Pflanze sind nur umgestaltete Blätter, sind also im Grunde genommen ein und dasselbe. Die äußere Form wiederholt das Wesentliche in mannigfaltigster Art. Dasjenige, was Goethe in seiner großartigen Abhandlung über die Pflanze 1790 niedergeschrieben hat, das lässt sich anwenden auf das Begreifen alles Lebendigen in der Natur. Es lässt sich insbesondere anwenden in Bezug auf das Begreifen des Menschen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/277b/1919-08-16/p007.json
Cite: GA 277b/1919-08-16/p007 · edition original