19. Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1919-08-16/p009 ·1919-08-16 · original (original)
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Für uns kommt, meine sehr verehrten Anwesenden, hier in Betracht dasjenige, was, wenn der Mensch spricht, sein Kehlkopf und dessen Nachbarorgane ausführen. Im gewöhnlichen Leben und in derjenigen Offenbarung der Menschennatur, die als dichterische oder als rezitatorische Kunst zum Ausdrucke kommt, da ist die Aufmerksamkeit der Menschen auf dasjenige gelenkt, was hörbar wird durch die Tätigkeit des Kehlkopfes und seiner Nachbarorgane. Hat man aber die Möglichkeit, dasjenige, was im menschlichen Kehlkopf und seinen Nachbarorganen wirkt, übersinnlich zu schauen, hat man die Möglichkeit, die Bewegungstendenzen und Bewegungsantriebe, die tätig sind, während wir sprechen, zu durchschauen, dann kann man daraus gewissermaßen eine sichtbare Sprache formen, die der ganze Mensch ausführt.

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