19. Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1919-08-16/p014 ·1919-08-16 · original (original)
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Dabei ist in dieser Kunst nichts willkürlich. So wie die Musik selber beruht — die durchaus ähnlich ist der eurythmischen Kunst beziehungsweise die eurythmische Kunst ist ähnlich der Musik -, so wie die musikalische Kunst regelmäßig, gesetzmäßig ihre Töne folgen lässt im melodiösen Elemente, wie sie die Töne zusammenstellt im harmonischen Elemente, so ist auch alles innerlich gesetzmäßig in der eurythmischen Kunst. Sie dürfen nicht denken, dass das eine bloße Gebärdenkunst ist, eine bloß mimische Kunst ist. Nicht ein eigentümliches Zusammenstimmen desjenigen, was im Menschen lebt, mit der äußeren Bewegung wird hier angestrebt, sondern der Zusammenhang zwischen dem, was in der Seele sich aussprechen will, und der Bewegung, die gemacht wird, ist ein ganz innerlich gesetzmäßiger. Und die Aufeinanderfolge der Bewegungen ist so innerlich gesetzmäßig wie in der Musik.

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