19. Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1919-08-16/p016 ·1919-08-16 · original (original)
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Man kann nicht so rezitieren zur eurythmischen Kunst, wie man heute liebt zu rezitieren. Gerade die eurythmische Kunst zwingt, auch die Rezitationskunst wiederum zurückzuführen zu ihrem eigentlichen künstlerischen Elemente. Heute rezitiert man eigentlich prosaisch. Man legt den höchsten Wert darauf, den Inhalt der Dichtung in der Rezitation zum Ausdruck zu bringen. Aber das ist dem wirklich künstlerisch erfassenden Menschen nicht die Hauptsache. Das Rhythmische, das ebenfalls hier in den Bewegungen der Menschen und Menschengruppen im Raume zum Ausdrucke kommt, das Rhythmische, die ganze innere Gestaltung des tragenden Elementes, das ist dasjenige, was dem Dichter die Hauptsache ist.

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