Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1919-11-05/p014 ·1919-11-05 · original (original)
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Dadurch entsteht eine Kunst, die nachgebildet ist, möchte ich sagen - aber mit einer eigenen Gesetzmäßigkeit ausgestattet -, einer inneren Gesetzmäßigkeit der Musik selber. So, wie in der Musik nicht die Tonmalerei das eigentlich Künstlerische ist, so wird hier in der eurythmischen Kunst niemals die Mimik, die Pantomime, das bloße Mimische irgendein Künstlerisches darstellen. Wenn Sie sehen werden die Vorstellung, [sehen werden] in dem sogenannten «Humoristischen Teil» noch irgendetwas Pantomimisches, Mimisches, so wird dies eben nur aus der Unvollkommenheit herrühren, in der sich unsere eurythmische Kunst befindet. Das wird nach und nach verschwinden. Nicht wird gesucht irgendein Augenblickszusammenhang zwischen einer Bewegung, einer Geste, und dem, was in der Seele vergeht, sondern das ist alles innerlich gesetzmäßig. Und in der sich fortbewegenden Geste liegt der Zusammenhang geradeso wie in den sich fortbewegenden Tönen, der Aufeinanderfolge der Töne der gesetzmäßige Zusammenhang des Musikalischen.

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