Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-01-17/p006 ·1920-01-17 · original (original)
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Diese eurythmische Kunst ist ja tatsächlich aus anderen Untergründen künstlerischen Schaffens hervorgeholt als manches an Nachbarkünsten, das man vielleicht damit leicht verwechseln könnte. Diese eurythmische Kunst ist eine Art stummer Sprache. Das hat aber nichts zu tun mit einer Wiedergabe von Zufallsgebärden oder überhaupt mit irgendeiner gewöhnlichen pantomimischen oder dergleichen Darstellung oder gar mit einer Tanzkunst, sondern es handelt sich um die Erschließung besonderer Kunstquellen dadurch, dass hier in besonderem Maße verwendet wird als künstlerisches Ausdrucksmittel der Mensch selbst mit seinen inneren Bewegungsmöglichkeiten. Die Anschauung, die dabei zugrunde liegt, geht ganz und gar hervor aus dem, was ich nennen möchte Goetheanismus, aus Goethe’scher Kunstanschauung und Goethe’scher künstlerischer Gesinnung. Nur wird man mancherlei noch zugeben müssen als in der Wirklichkeit herrschend, gesetzt, bestehend, von dem man heute dergleichen noch nicht gern zugeben möchte.

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