Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-01-18/p012 ·1920-01-18 · original (original)
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So wird gerade die Eurythmie wiederum befruchtend wirken auf die künstlerische Empfindung auch anderer Gebiete. Wir werden heute versuchen, eine Reihe von Dichtungen Ihnen in einer eurythmischen Darstellung zu zeigen, die vielleicht gerade diese eurythmische Darstellung besonders vertragen aus dem Grunde, weil sie zum Teil schon durchaus so empfunden sind, dass innere Eurythmie drinnen ist oder weil sie so, wie zum Beispiel Goethes «Metamorphose der Pflanze» treu der Natur nachgebildet sind, sodass die Eurythmie wie von selbst sich ergibt. Das ist nämlich das Eigentümliche: Bei schlechten Dichtungen wird man nicht leicht mit der Eurythmie nachkommen, bei Dichtungen, die von vornherein künstlerisch empfunden sind - für die allerdings unsere Zeit recht wenig Empfindung hat -, bei denen wird man gerade mit der Eurythmie nachkommen können. Insbesondere, wenn sie das sind, was ich Natur-Impressionen nennen möchte, was im Schaffen voraussetzt ein wirkliches Mitgehen der menschlichen Seele mit der Natur.

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