Ansprache zur Eurythmie
Wie immer, so möchte ich auch heute für diejenigen der verehrten Zuhörer, die noch nicht bei einer solchen Darbietung waren, einige Worte unserer Vorstellung vorausschicken. Glauben Sie nicht, dass ich das tue, um etwa dasjenige, was künstlerisch dargeboten werden soll, zu erklären. Das wäre natürlich von vornherein ein ganz unkünstlerisches Beginnen, denn alles dasjenige, was Kunst sein will, muss ja wirken durch den unmittelbaren Eindruck. Aber hier handelt es sich bei dieser eurythmischen Kunst um die Eröffnung wirklich neuer Kunstquellen, und um die Verwendung, möchte ich sagen, eines neuen Kunstwerkzeuges. Und über diese beiden Dinge muss ja wohl einiges zum Verständnis der Eröffnung der Darstellung selbst vorangeschickt werden.
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GA 277b/1920-02-08/p004 · edition original