Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-02-08/p006 ·1920-02-08 · original (original)
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Wie alles, was ausgehen soll von derjenigen Bewegung, für die dieser Bau hier der Repräsentant ist, so geht auch unsere Eurythmie in ihrem Wollen zurück auf Goethe’sche Weltanschauung, auf Goethe’sche Kunstanschauung und auf Goethe’sche Kunstgesinnung — wobei ich Sie allerdings bitte, wenn ich hier von Goetheanismus spreche, das nicht so aufzufassen, als ob für uns nur Goethe in Betracht käme, insoweit er im 18. Jahrhundert und im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts gelebt hat, sondern für uns ist Goethe ein lebendig fortwirkender Kulturfaktor. Und der Goethe, der uns heute überall lebendig ist, der Goethe von 1920, er ist eben etwas durchaus anderes als der Goethe, der im Jahre 1832 gestorben ist.

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