{"corpus":"steiner","locus":"GA 277b/1920-02-08/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dasjenige, um was es sich handelt, ist nun, dass eben alle Willkür von der Ausgestaltung unserer eurythmischen Kunst ausgeschlossen ist. Wenn ich den Goethe’schen Ausdruck gebrauchen darf, so möchte ich sagen: Durch sinnlich-übersinnliches Schauen ist zuerst erforscht worden, welche Bewegungsanlagen - ich sage ausdrücklich Bewegungsanlagen - im menschlichen Kehlkopf und seinen Nachbarorganen vorhanden sind, wenn durch diesen menschlichen Kehlkopf, Gaumen, Zunge und so weiter, die äußere Luft in Bewegung gesetzt wird und die Lautsprache zustande kommt. Da macht man erstens wirklich die merkwürdige Entdeckung, dass alles dasjenige, was sich an den Kehlkopf als Ausdrucksorgane für die Sprache angliedert, dass das in gewissem Sinne eine metamorphosierte Wiederholung der Organisation des ganzen Menschen ist, in dem Sinne, wie Goethe seine Metamorphosenlehre, die ja wirklich heute durchaus noch nicht richtig gewürdigt ist, als eine Erkenntnismethode für das Lebendige ausgestaltet hat. Sodass er sagte: Die ganze Pflanze ist im Grunde genommen nichts anderes als ein kompliziert ausgestaltetes Blatt, und jedes Blatt ist eine elementar gestaltete ganze Pflanze. So kann man sagen: Alles dasjenige, was Funktionen des Kehlkopfes sind, sind eigentlich metamorphosierte Funktionen des ganzen menschlichen Organismus.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1920-02-08","location":null,"word_count":182,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-02-08/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-02-08/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277b/1920-02-08/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}