Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-02-08/p012 ·1920-02-08 · original (original)
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Sie wissen ja, dass eigentlich [die Menschheit die Sprache entwickelt hat in der Zeit, als die Menschen noch nicht zum vollen Bewusstsein erwacht sind] — die Menschen entwickelten in ihrer Kindheitsperiode das Element der Sprache, und der einzelne Mensch entwickelt auch bei dem noch traumhaft kindlichen Bewusstsein, bevor das eigentliche Abstrakte erwacht, die Sprache. So wächst die Sprache wirklich aus einer Art Unterbewusstsein heraus. Das kann man ja auch daran sehen, dass nicht die zivilisierten Sprachen die ausgebildetste logische Grammatik haben, sondern gerade die weniger zivilisierten Sprachen. Daher kann man sehen, wie der Sprachorganisation sich aus dem Unterbewussten herauf offenbart dasjenige, was als das Sichtbare der Eurythmie sich offenbart, als durchaus bewusstes, aber nicht weniger künstlerisches Element.

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