Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-02-08/p015 ·1920-02-08 · original (original)
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Bei wirklichen großen Dichtern, sagen wir zum Beispiel bei Schiller, wird man finden, dass er bei seinen gerade bedeutsamsten Gedichten nicht den wortwörtlichen Inhalt zuerst in der Seele hatte - der fand sich erst später dazu ein -, sondern eine Art unbestimmtes, melodiöses Element, das wie eine Leiter da war, zu dem sich die Worte dann erst hinzufanden. Und Goethe hat ja, wie man weiß, seine «Iphigenie» mit seinen Schauspielern selbst mit dem Taktstock in der Hand wie ein Kapellmeister einstudiert.

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