{"corpus":"steiner","locus":"GA 277b/1920-02-22/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dann stellt sich nämlich die folgende Möglichkeit heraus: In der Tonsprache haben wir immer den Zusammenfluss von Gedanke mit menschlichem Willen. Jeder, der diese Dinge kennt, weiß, dass von der einen Seite her, vom ganzen Menschen aus, in die Tonsprache — namentlich wenn sie sich künstlerisch durch die Dichtung gestaltet -, hineinfließt der ganze Mensch, der menschliche Wille; dass aber vom Kehlkopfe her, auf den Wellen, möchte ich sagen des Willens hinfließen, hinschwimmen die Gedanken. In allen unseren zivilisierten Sprachen haben nun die Gedanken selber schon einen schr konventionellen Charakter angenommen und zeigen in ihrer Eigenart, dass sie eigentlich, indem sie sich zu Worten gestalten, nur da sind, damit sich die Menschen im prosaischen Leben miteinander verständigen. Daher ist es auch so, dass alles dasjenige, was gerade in die Dichtung hineinfließt von der gedanklichen Seite her, heute schon von einer künstlerischen Natur empfunden werden muss als etwas Unkünstlerisches. Und es entsteht die Frage: Wie kann man loslösen das reine Willenselement, das sonst bloß die Dichtung durchdringt in Takt, in Rhythmus, in melodieartiger Gestaltung, in plastischer Bildgestaltung, wie kann man das eigentlich festhalten?","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1920-02-22","location":null,"word_count":182,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-02-22/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-02-22/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277b/1920-02-22/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}