{"corpus":"steiner","locus":"GA 277b/1920-02-22/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Da kommt einem das Folgende zu Hilfe: Der Kehlkopf und seine Nachbarorgane mit ihren verschiedenen knorpeligen und so weiter Organen, sie stehen in unmittelbarer Beziehung, in unmittelbarem Verhältnis zur äußeren Luft. Dadurch setzt sich die Bewegungsanlage um in die kleinen Zitterbewegungen, die dann in die Luft übergehen, was wir mit dem gewöhnlichen Anschauen nicht sehen, die aber zugrunde liegen dem Gehörten der Sprache. Die Bewegungsanlagen, die da im Kehlkopf und seinen Nachbarorganen sich geltend machen, die kann man mit sinnlich-übersinnlichem Schauen beobachten. Und man kann dann, wenn ich mich dieses paradoxen Ausdrucks bedienen darf, den ganzen Menschen wie einen umgeformten, metamorphosierten Kehlkopf ansehen. Sodass die Menschen, die hier auf der Bühne Eurythmie vor Ihnen entwickeln werden, eigentlich [als] ganze Menschen wie Kehlköpfe vor Ihnen auftreten werden. Aber wenn man dann die sonst im Kehlkopf und seinen Nachbarorganen befindlichen Bewegungsanlagen ausführen lässt durch die anderen menschlichen Glieder, dann kommt nicht dasselbe heraus, was bei der Tonsprache herauskommt. Man hat dann als Widerstand nicht die äußere Luft, sondern den Muskelapparat zunächst. Dadurch wandeln sich nicht um die Bewegungstendenzen, die Bewegungsanlagen in die Vibrationsbewegungen des Schalles, des Tones, sondern es verlangsamen sich diese Bewegungen. Die Muskeln leisten ihr den entsprechenden Widerstand, und man bekommt etwas heraus, was äußerlich aussieht wie eine Gebärdensprache, was aber so, wie es gestaltet ist, nicht eine Gebärdensprache ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1920-02-22","location":null,"word_count":220,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-02-22/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-02-22/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277b/1920-02-22/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}