Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-03-27/p005 ·1920-03-27 · original (original)
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Das Ihnen heute auch wiederum als eurythmische Kunst Vorgeführte ist nicht etwa eine Summe von willkürlichen, ausgedachten Gebärden und Bewegungen des Menschen, sondern es ist tatsächlich der Ausdruck einer wirklichen stummen Sprache, einer Sprache, die durch Bewegung zur Offenbarung kommt. Sodass diese Bewegungen, ob sie nun auftreten als Bewegungen der Glieder des einzelnen Menschen oder als Bewegungen dieses einzelnen Menschen im Raume oder als Bewegungen von Menschengruppen in ihrem Verhältnisse zueinander — immer sind diese Bewegungen streng gesetzmäßig geregelt, genau so streng gesetzmäßig geregelt, dass sie mit einem Sinn, zum Beispiel einem Gedichtsinn oder einem musikalischen Inhalt, so zusammenfallen, wie das gesungene oder gehörig gesprochene Lautwort - also eine wirkliche stumme Sprache im Gegensatz zu einem willkürlichen Gebärdenspiel.

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