Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-03-27/p012 ·1920-03-27 · original (original)
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Nun will ich durchaus nicht dasjenige, was nur einseitig gedacht ist [Lücke in der Textvorlage] - Eurythmie soll auch von dieser Seite her nicht etwa das Turnen ersetzen, sondern nur dem Turnen an die Seite treten, gewissermaßen halbpart machen auch in den Schulen mit dem, was durch das Turnen angestrebt wird. Es soll also angestrebt werden, dass künftig etwa die Hälfte der Zeit, die heute dem Turnen gewidmet wird, diesem gewidmet werden soll, was wir in der Eurythmie geben - also die Hälfte der Zeit nur müsste der Eurythmie gewidmet sein. Denn diese Eurythmie strebt an, dass in jeder Bewegung, die der Mensch ausführt, die das Kind ausführt, dass in jeder Bewegung das Beseelte liegt, dass also keine Bewegung ausgeführt wird, ohne dass das seelische Erleben in diese Bewegung hineingelegt wird. Geradeso wenig, wie ja die Lautsprache gesprochen werden kann, ohne dass das seelische Element überall in den Lauten darinnen ist, die Laute selbst hervorbringt oder den Zusammenhang der Laute konfiguriert und so weiter - dasselbe muss eintreten für diese bewegte stumme Sprache der Eurythmie. Jede einzelne Bewegung, jeder Bewegungszusammenhang, also alles dasjenige, was die einzelne Bewegung, auch die Bewegungsartikulation ist, was gewissermaRen der Satz in der Bewegung ist, das muss durchseelt sein. Es liegt seelisches Erleben zugrunde.

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